Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt

Lavendel ist Heilpflanze 2020

Samstag, 15. Februar 2020 – Autor:
Lavendel wird seit der Antike als natürliches Arzneimittel eingesetzt. Nun ist das Heilmittel zur Arzneipflanze des Jahres gekürt worden. Das bewirkt der lila blühende Allrounder.
Heilpflanze 2020: Lavendel wirkt angstlösend, entspannend und entzündungshemmend

Heilpflanze 2020: Lavendel wirkt angstlösend, entspannend und entzündungshemmend

Sie sieht gut aus, riecht angenehm, wirkt entspannend und hat heilsame Kräfte: die Lavendelpflanze - Lavandula angustifolia. Seit der Antike wird die lila blühende Pflanze als natürliches Arzneimittel eingesetzt. Nun ist Lavendel vom Würzburger Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" zur Arzneipflanze 2020 gekürt worden. Begründet wird die Wahl mit der „vielfältigen Nutzung in der Geschichte und neu vorliegenden Forschungsergebnissen.“

Beruhigende Mischung

Lavendel besitzt verschiedene Inhaltsstoffe: Dazu zählen das ätherische Lavendelöl, Flavonoide, Cumarine und Gerbstoffe. Diese Mischung sorgt vor allem für eine ausgeglichene Psyche. Lavendel wirkt beruhigend und entspannend und kann daher gegen Nervosität, innere Unruhe und Stress eingesetzt werden. Aber auch bei psychisch bedingten Schlafstörungen, Ängsten, Panikattacken und leichten Depressionen entfaltet Lavendel seine heilsame Wirkung.

Entzündungshemmende Eigenschaften

Darüber hinaus besitzt das natürliche Heilmittel entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften, vor allem wegen seiner ätherischen Öle und Cumarine. Lavendel gibt es in Apotheken als ätherisches Öl, Kapseln oder Tabletten sowie in Form von Salben zur Wund- und Narbenbehandlung zu kaufen. Dabei handelt es sich um zugelassene nicht rezeptpflichtige Arzneimittel. Weiter gibt es Badezusätze und Tees mit Lavendel.

Entspannen im Lavendelölbad

Ein Lavendelölbad wirkt beruhigend und entspannend und bietet sich bei Anspannung, nervlichen Erschöpfungszuständen und Einschlafstörungen an.

Ebenfalls hilfreich bei Schlafstörungen kann ein mit ätherischem Lavendelöl beträufeltes Tuch oder ein mit Lavendelblüten gefülltes Stoffsäckchen sein, das neben das Kopfkissen gelegt wird. Letzteres wird gerne auch als Mittel gegen Motten in Wäscheschränken und Spinnen in Wohnräumen eingesetzt. Dazu verbreiten die Lavendelsäckchen noch einen angenehmen Duft. Der entfaltet sich am besten, wenn man das Säckchen hin und wieder durchknetet.

Lavendel gegen Kopfschmerzen

Auch bei Kopfschmerzen ist Lavendel hilfreich. Ein paar Tropfen Lavendel-Öl auf die Schläfen auftragen, alternativ Tee aus frischen oder getrockneten Blüten. Dazu einen Teelöffel Lavendelblüten mit kochendem Wasser übergießen, abgedeckt etwa fünf bis sieben Minuten ziehen lassen und nach Bedarf mit einem Löffel Honig verfeinern.

Bei offenen Wunden kann alternativ zu einer Salbe auch etwas Lavendelöl auf die offene Stelle aufgetragen werden. Das reduziert das Eindringen von Keimen und fördert die Wundheilung.

Nur Schwangere und Kinder sollten vorsichtig mit ätherischen Lavendelölen sein, da hierzu noch keine ausreichenden Studienergebnisse vorliegen.

Lavendel stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird vor allem mit der Provence in Verbindung gebracht. Neben seinen heilenden Qualitäten schmückt die Zierpflanze Gärten, Balkonkästen und Gräber auch in unseren Breitengraden.

Foto: pixabay

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Komplementärmedizin , Arzneimittel

Weitere Nachrichten zum Thema Heilpflanzen

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Weitere Nachrichten
Die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie machen Beschäftigten in Gesundheitsberufen besonders zu schaffen. Das zeigt eine Analyse der AOK-Nordost für Berlin. Eine Berufsgruppe ist sogar doppelt so oft betroffen wie der Durchschnitt der Versicherten.

Die Charité hat am Montag eine stadtweite Kampagne gestartet, um neue Mitarbeitende zu gewinnen. Besonders Pflegekräfte werden umworben, aber auch in Forschung, Lehre und Verwaltung sucht die Universitätsmedizin Verstärkung.

Trotz internationaler Transparenzregeln werden viele klinische Studien nicht veröffentlicht. Wichtige Ergebnisse bleiben somit verborgen. Dem setzt das Berlin Institute of Health (BIH) der Charité nun mit einem öffentlich einsehbaren Dashboard etwas entgegen.
Kliniken
Interviews
Einen ambulanten Pflegedienst in Berlin zu finden, ist schwierig geworden. Personalmangel ist das Hauptproblem. Dabei gäbe es relativ einfache Lösungen, sagt Thomas Meißner vom AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen (AVG). Im Gespräch mit Gesundheitsstadt Berlin verrät der Pflegeexperte und Chef eines häuslichen Krankenpflegedienstes, wie man Menschen in den Pflegeberuf locken könnte und warum seine Branche noch ganz andere Sorgen hat als die Personalfrage.

Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.
Logo Gesundheitsstadt Berlin